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BRS News
Die Agrarminister:innen von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben heute im Bundeskanzleramt einen gemeinsamen Forderungskatalog zur künftigen Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) übergeben. Darin weisen sie auf die erheblichen Nachteile der derzeitigen Planungen für die ostdeutsche Landwirtschaft und die ländlichen Räume hin. Die fünf Länder bitten die Bundesregierung, die besonderen Strukturen und Interessen der ostdeutschen Landwirtschaft bei den anstehenden Verhandlungen über den mehrjährigen Finanzrahmen der EU und die europäische Förderarchitektur ab 2028 angemessen zu berücksichtigen und auf eine entsprechende Kurskorrektur hinzuwirken. Im Mittelpunkt stehen drei gemeinsame Anliegen: Die GAP muss auch künftig finanziell verlässlich und auskömmlich ausgestattet sein und Planungssicherheit für die gesamte Förderperiode bieten. Eine verpflichtende Kappung und Degression der Einkommensstützung lehnen die fünf Länder ab. Zugleich soll die Förderung der ländlichen Entwicklung auch in der künftigen europäischen Förderarchitektur dauerhaft und mit ausreichenden finanziellen Spielräumen abgesichert werden.
08.10.2026
BRS begrüßt Verlängerung der TA-Luft-Fristen
Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) begrüßt den am 7. Oktober vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachten Beschluss zur Verlängerung der Umsetzungsfristen der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA-Luft) bis Ende 2029. "Dass die bisherigen Fristen angepasst werden sollen, wurde schon vor einiger Zeit angekündigt. Gut ist es, dass nun Klarheit geschaffen wird", erklärt Dr. Haiko Hofmann vom BRS.
Die Menge der in der Tiermedizin abgegebenen Antibiotika ist in Deutschland im Jahr 2025 nur marginal gesunken. Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilte, wurden mit rund 562 Tonnen (t) Antibiotika nahezu die gleiche Menge wie im Vorjahr an die Tierärzteschaft und weitere Empfänger abgegeben. "Nach der deutlichen Reduktion von über zwei Dritteln der Antibiotika-Abgabemengen seit Beginn der Erfassung im Jahr 2011 stabilisieren sich die Mengen in den letzten Jahren auf einem niedrigen Niveau", sagt die Präsidentin des BVL, Prof. Dr. Gaby-Fleur Böl. "Insbesondere der deutliche Rückgang der Abgabemenge des von der WHO als kritisch eingestuften Wirkstoffs Colistin im Jahr 2025 ist als Erfolg zu bewerten."
Der Anstieg der Antibiotikagaben um 6,4 Prozent im vergangenen Jahr war auf gesetzliche Änderungen bzw. Änderungen bei der statistischen Erfassung zurückzuführen. So wurde die zusätzliche Erfassung der an Apotheken, Veterinärbehörden und Hochschulen abgegebenen Mengen durch pharmazeutische Großhändler eingeführt. Seit Anfang 2023 unterliegen zudem Betriebe mit Milchkühen ab einer bestimmten Bestandsgröße der Mitteilungspflicht.
In Deutschland fallen jährlich über 200 Mio. m³ flüssiger Wirtschaftsdünger an, der mineralische Düngemittel teilweise ersetzen kann. Angesichts steigender Düngerpreise gewinnt die Aufbereitung von Gülle zunehmend an Bedeutung. Für die Bewertung der Verfahren sind jedoch Kenntnisse über Nährstoffverteilung, Massenabtrenngrade, Düngewirkung und Energiebedarf erforderlich. Im Modell- und Demonstrationsvorhaben SlurryUpgrade werden rund 30 Praxisbetriebe in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen untersucht. Im Fokus stehen Separation, Trocknung und Vakuumverdampfung. Dabei werden wichtige Verfahrenskennzahlen erfasst und die Düngewirkung aufbereiteten Wirtschaftsdüngers anhand von Demonstrationsstreifen untersucht. Der Stickstoffversorgungsstatus der Kulturen wird unter anderem mittels Drohnenaufnahmen und N-Tester dokumentiert.
Vom 27. bis 28. Oktober 2026 findet die Abschlussveranstaltung des Modell- und Demonstrationsvorhabens SlurryUpgrade statt. Im Rahmen einer zweitägigen Veranstaltung werden aktuelle Projektergebnisse und praxisnahe Erkenntnisse rund um die Gülleaufbereitung sowie ein ganzheitliches Wirtschaftsdüngermanagement präsentiert.
Wie verändert Künstliche Intelligenz (KI) unser landwirtschaftliches Bildungssystem? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Bundeszentrum für Landwirtschaft (BZL) in zwei Formaten: Beim 5. BZL-Bildungsforum in der DEULA Nienburg erfuhren die rund 100 Teilnehmenden aus den Bereichen landwirtschaftliche Berufsbildung, Ministerien, Wissenschaft und Verwaltung sowie landwirtschaftliche Berufs- und Fachschulen mehr über die Chancen und Risiken von KI. Zusätzlich widmet sich der September-Schwerpunkt der "B&B Agrar" den Potenzialen und Grenzen generativer KI in der Unterrichts-, Ausbildungs- und Prüfungspraxis. Die neuen Artikel sind ab sofort unter www.bildungsserveragrar.de/bb-agrar/aktueller-schwerpunkt zu finden.