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BRS News
Die kostenfreie Webinar-Reihe "Fokus Schwein" bietet schweinehaltenden Betrieben kompakte Informationen zu aktuellen Themen, praxisnahe Lösungsansätze und die Möglichkeit, Fragen direkt an Expertinnen und Experten zu stellen. Im nächsten Webinar am Dienstag, 6. Oktober 2026, von 19:00 bis 20:15 Uhr dreht sich alles um das Thema "Dauerbrenner Salmonellen – was Sie darüber wissen müssen".
Referierende und Themen:
- Dr. Anja Rostalski, TGD Bayern: Salmonellen – Klinik, Beratung und Bekämpfungsmöglichkeiten
- Dr. Ulrike Bernemann, Westfleisch: Bedeutung der Salmonellen für Verbraucher und Schlachthof
- Dr. Lisa Witt, MSD Tiergesundheit: Gesund von innen heraus – warum Darmstabilität ein entscheidender Baustein zum Erfolg sein kann (Praxisfall)
Wie kann Künstliche Intelligenz die Tiergesundheit verbessern, Ressourcen sparen und Emissionen im Kuhstall senken? Dieser Frage widmet sich der Thementalk "Smart Cow: Wie KI den Kuhstall der Zukunft verändert" des Forums Moderne Landwirtschaft. Dr. Ramona Wulf und Lea Fließ zeigen, welche digitalen Lösungen bereits heute in der Milchviehhaltung zum Einsatz kommen, wo ihre Grenzen liegen und wie KI zu einer tiergerechteren, klimafreundlicheren und wirtschaftlicheren Landwirtschaft beitragen kann. Die Veranstaltung findet am 15. Oktober 2026 von 12:00–12:30 Uhr auf der SCCON auf dem Messegelände Berlin statt.
Eine Studie des Thünen-Instituts für Ökologischen Landbau zeigt, dass die Haltungsform allein kein Garant für besseres Tierwohl ist. Entscheidend ist vielmehr, wie die Betriebsinhaberinnen und -inhaber ihre Tiere und Herden managen – unabhängig davon, ob der Betrieb ökologisch oder konventionell wirtschaftet. Die Auswertung von 86 Studien und 623 Vergleichspaaren ergab, dass der Ökolandbau zwar in einigen Bereichen Vorteile bietet, sich in der Mehrheit der Fälle jedoch kein eindeutiger Unterschied zur konventionellen Haltung feststellen ließ. Besonders die Tiergesundheit hängt stärker vom individuellen Management und der Berücksichtigung von Risikofaktoren ab als vom Haltungssystem selbst. Ökologische Vorgaben, etwa zu Platzangebot und Einstreu, können das Tierwohl fördern. Auch Auslauf und Weidegang schaffen bessere Voraussetzungen für artgemäßes Verhalten. Sie ersetzen jedoch kein gutes Management.
Im August 2026 wurde in Hessen erstmals seit Beginn des ASP-Ausbruchs kein neuer Fall der Afrikanischen Schweinepest festgestellt, meldet der Landesjagdverband Hessen. Die umfangreichen Maßnahmen von Behörden, Tierärzten, Schweinehaltern und Jägerschaft zeigen Wirkung. Dazu zählen unter anderem Zäune, Schutzzonen, intensive Kadaversuchen und die Reduzierung der Wildschweinbestände. Trotz dieser positiven Entwicklung ist weiterhin Vorsicht geboten, da eine vollständige Entwarnung noch nicht möglich ist.
Eine krisenfeste Nutztierhaltung braucht mehr als Vorsorge auf den einzelnen Betrieben. Der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) fordert, die gesamte Wertschöpfungskette in die Krisenplanung einzubeziehen – von der Energie- und Futtermittelversorgung über Verarbeitung und Logistik bis hin zu kritischen Dienstleistungen und Zuchtstrukturen. Entscheidend sind dabei praxistaugliche Konzepte, die auch unter realistischen Krisenbedingungen funktionieren. "Gerade in der Nutztierhaltung kann die Produktion im Krisenfall nicht einfach heruntergefahren werden. Tiere brauchen kontinuierlich eine funktionierende Versorgungstechnik", betont der BRS. Die Landwirtschaft sei daher ein elementarer Bestandteil der kritischen Infrastruktur und ihre Krisenvorsorge von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Mit diesen Überlegungen bringt sich der BRS in die aktuelle Diskussion des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) zur Krisenreaktionsfähigkeit der Land- und Ernährungswirtschaft ein.